Voraussetzungen
Du hast eine gültige CRB-Lizenz hinterlegt und diese ist mit deinem Benutzer verknüpft.
Der typische Ablauf
Ein NPK-Leistungsverzeichnis entsteht meist in dieser Reihenfolge:
Leistungsverzeichnis anlegen
Kapitel auswählen
Gliederungen und Varianten definieren
Positionen und Variablen einfügen
Teilmengen und Gliederungen hinzufügen
Mengen und Preise ausfüllen
Optional: PRD-Produkte und Ecodevis-Werte ergänzen
Vor dem Versand prüfen
Du musst nicht streng in dieser Reihenfolge arbeiten. Aber sie ist ein guter roter Faden für die ersten Projekte.
Die wichtigsten Bausteine
1. Leistungsverzeichnis anlegen
Du startest mit einem leeren Leistungsverzeichnis oder importierst eine bestehende Ausschreibung. Beim leeren Start wählst du Sprache und NPK-Version. Bei einem Import (CRBX) übernimmst du die Struktur des Absenders.
2. Kapitel auswählen
Du wählst die Kapitel aus, die dein Gewerk abdecken. Welche du verwenden darfst, hängt von deiner CRB-Lizenz ab. Du kannst mehrere Kapitel gleichzeitig hinzufügen. Reicht der Standard nicht aus, kannst du auch Reservekapitel anlegen.
3. Gliederungen und Varianten definieren
Bevor du Positionen einträgst, legst du die Strukturen fest, nach denen du dein Leistungsverzeichnis gliedern willst. Dazu gehören:
BKP- und eBKP-Codes für Kostenartengliederung nach Gewerk oder Bauteil.
Objekt-, Raum- oder Nutzungsgliederungen (OGL, RGL, NGL) für die Zuordnung zu Bauwerk und Räumen.
Weitere Gliederungsarten wie Positionslage (PSL), Element (EGL) oder Einrichtungstyp (ET).
Variantengruppen, falls du mehrere Ausführungsvarianten anbieten willst.
4. Positionen und Variablen einfügen
Innerhalb eines Kapitels wählst du nur die Positionen aus, die du wirklich brauchst. Offene Variablen ergänzt du gleich beim Einfügen mit Materialangaben, Abmessungen oder anderen projektspezifischen Inhalten. Für Sonderfälle hast du:
Wiederholungspositionen für mehrfache Varianten derselben offenen Position.
Reservepositionen für Leistungen, die der NPK-Standard nicht abbildet.
5. Teilmengen und Gliederungen hinzufügen
Eine Position kann an mehreren Orten oder zu mehreren Bauteilen gehören. Dafür teilst du die Menge in Teilmengen auf, jede mit ihrer eigenen Zuordnung (zum Beispiel zu einer Raumgliederung oder einem eBKP-Bauteil). So entsteht aus einer Position eine differenzierte Mengenaufstellung.
6. Mengen und Preise ausfüllen
Mengen trägst du in der vorgegebenen Einheit pro Position oder Teilmenge ein. Preise erfasst du dort, wo sie nötig sind (bei einer Offerte) oder lässt sie offen (bei einer Ausschreibung). Bedingungen und Vorbemerkungen prüfst du zum Schluss noch einmal.
7. PRD-Produkte und Ecodevis-Werte ergänzen (optional)
Wenn du konkrete Hersteller-Produkte vorschreiben oder anbieten willst, verknüpfst du sie aus der PRD-Datenbank direkt mit der Position. Für Projekte mit Umweltkriterien ergänzt du EcoDevis-Werte.
8. Vor dem Versand prüfen
Bevor das Leistungsverzeichnis rausgeht, prüfe:
Sind alle Pflicht-Variablen ausgefüllt?
Sind alle Mengen plausibel?
Sind alle Preise erfasst (bei einer Offerte)?
Sind Anhänge (Bilder, Dokumente) mit eindeutigen Namen versehen?
Caturix zeigt dir Lücken in einer Übersicht. So findest du fehlende Eingaben, bevor das Leistungsverzeichnis rausgeht.
9. Export
Wenn du fertig bist, kannst du das Leistungsverzeichnis als CRBX-Datei und/oder PDF exportieren.
Wichtig: Prüfe das PDF sorgfältig und schaue, ob du alles offeriert hast.
Was du im Hinterkopf behalten solltest
Speichern: Caturix speichert Änderungen automatisch als Entwurf. Du kannst jederzeit pausieren und später weitermachen oder Änderungen verwerfen.
Reihenfolge der Positionen: Die NPK-Nummerierung ist verbindlich. Manuelles Sortieren ist nicht vorgesehen.
Schutz der Standardtexte: Standardtexte des NPK kannst du nicht umschreiben. Nutze stattdessen Variablen, Wiederholungen oder Reservepositionen.
Lizenzen: Vor dem Start prüfen, ob alle benötigten Kapitel und Produkte (BKP, eBKP, PRD, Ecodevis) lizenziert sind.
